Album
Črna mačka
Ein mutiges, vielschichtiges instrumentales Jazz-Rock-Album.
Album der Woche – rezensiert von Lado Jakša:
Das neue Instrumentalalbum der Musikgruppe Valhala ist in jeder Hinsicht
ein sehr mutiges musikalisches und produktionstechnisches Werk in einer Zeit, in der sämtliche Pop-Rock-
Aktivitäten und Entwicklungen in unserem Umfeld auf Stereotypen und
der Diktatur der Mehrheit beruhen. Das Album Schwarze Katze stellt in erster Linie einen Schritt nach vorne dar,
wenn man es mit Valhalas erstem Werk vergleicht. Die Musiker von Valhala (Jodl
Gazvoda, Gitarre, Ivo Golmajer, Schlagzeug, Damijan Košir, Bass und Uroš
Rakovec, Gitarre) lassen diesmal mehr Raum für „lebendiges“ Musizieren; auch
feinere Klangnuancen erhalten mehr Raum, die in die festen Jazz-Rock-
Grundlagen Elemente der Ambient-Musik, subtile und weiche
Rhythmisierungen, bisweilen beinahe „klassizistische“ Akkordstrukturen sowie
sympathische, humorvolle Elemente anderer Genres einflechten. Einige anspruchsvolle Passagen
zeugen von ihren höheren musikalischen Ambitionen, wobei sie von
der ausgearbeiteten mehrschichtigen Struktur der einzelnen Kompositionen unterstützt werden.
Allein die Tatsache, dass Valhalas Musik ausschließlich instrumental ist, stellt bei uns in dieser
Musikrichtung eine seltene Ausnahme dar. Ihre Auftritte zeigen jedoch, dass das Publikum
geradezu nach einem solchen Klang verlangt, der nicht sofort gefällig ist, sondern ein
konzentrierteres Zuhören erfordert. Die Sanftheit und zugleich die Bildhaftigkeit des musikalischen Pulsierens
zeigen den Wunsch der Musiker, anspruchsvolle musikalische Elemente
außerhalb des rocktypischen Klangmodus weiterzuentwickeln. Daher verdienen diese Musiker jede
Ermutigung und produktionstechnische Unterstützung, die ihnen das Publikum trotz
der „Unkonventionalität“ ihrer Musik in hohem Maße entgegenbringt. (Gallus
Carniolus, Studio Rakovec, 1997-98).
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